Forum Ethik: "Krieg und Soldat als Thema von Kinder- und Jugendliteratur" vom 17. März 2015
von Christian Wagnsonner   
Mittwoch, 18. März 2015
Welche Rolle spielen Krieg und Soldatenbild in der Kinder- und Jugendliteratur? Wie haben sich die Zugänge in den letzten 200 Jahren verändert? Und wie werden Erfahrungen von Krieg und Militär in aktuellen Jugendromanen und Filmen verarbeitet? Diesen Fragen ging in Anwesenheit von GenLt Mag. Erich Csitkovits eine Veranstaltung des Instituts für Religion und Frieden (IRF) am 17. März 2015 in der Sala Terrena der Landesverteidigungsakademie (LVAk) in Wien nach. Kooperationspartner war die Studien- und Beratungsstelle für Kinder und Jugendliteratur der Erzdiözese Wien (STUBE).
Das Thema sei wohl an der LVAk noch nicht sehr oft behandelt worden, vermutete Institutsleiter BV Dr. Werner Freistetter. Dennoch ist es auch aus militärischer Sicht durchaus relevant: An Romanen und Filmen für Kinder und Jugendliche lassen sich gesellschaftliche Trends ablesen, sie beeinflussen das Bild von Soldat und Militär vieler Menschen und können auch als Medium in der Familienbetreuung und -information eingesetzt werden.
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Forum Ethik: "Zur Geschichte des Soldatenbildes" vom 24.02.2015
von Stefan Pfeifer   
Montag, 9. März 2015

Am 24. Februar 2015 wurde der Auftakt zur Jahresreihe "Forum Ethik - Religion. Friede. Militär.“ durch den Vortrag  »Zur Geschichte des Soldatenbildes« von Gen iR. Mag. Schittenhelm und einer Einleitung von BV Dr. Freistetter eröffnet.

Anhand verschiedener Gesichtspunkte, wie zum Beispiel der Neutralität, des sicherheitspolitischen Umfelds und von Schlüsselereignissen, wurden (welt-)politische Meilensteine und deren Auswirkungen auf das Soldatenbild analysiert.

Die Wechselwirkung zwischen Anforderungen der Gesellschaft und dem eigenen Selbstverständnis des Soldaten führt zu unterschiedlichsten Ausprägungen im Soldatenbild: vom Landesverteidiger in einer bipolaren Welt (Kalter Krieg), Friedenssicherer (UNO), Grenzpolizisten (Assistenzeinsatz) bis hin zur kritischen Betrachtung des »Sandsackfüllers« im Rahmen des Katastrophenschutzes.

Auf die Frage, wie das derzeitige Spiegelbild des Soldaten aussieht, antwortete Schittenhelm: matt. Denn will man ein adäquates Bild des Soldaten sehen, muss man auch den gesellschaftlichen Spiegel pflegen und polieren. Diese Aufgabe sei u.a. eine ethische und moralische Bildung der Gesellschaft.

 
Abschlussveranstaltung 1914-Frieden-2014 "The Role of Voluntarism in Building Peace"
von Christian Wagnsonner   
Mittwoch, 10. Dezember 2014
Am 5. Dezember, dem Internationalen Freiwilligentag, luden das Friede-Institut für Dialog, das Institut für Religion und Frieden, die Journalists and Writers Foundation und das Forum für Weltreligionen zur Schlussveranstaltung ihrer interreligiösen Reihe „1914-Frieden-2014“ an der Universität Wien.
Neun Veranstaltungen nahmen im Lauf des Jahres den Ersten Weltkrieg in den Blick, dessen Teilnehmer mittlerweile alle verstorben sind und der bei uns auch weithin aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden ist, der aber das politische, soziale, kulturelle und religiöse Leben maßgeblich verändert hat.
Ziel dieser Veranstaltungsreihe war nicht in erster Linie, die historischen Ereignisse zu rekonstruieren. Vielmehr sollten ausgehend von den Ereignissen vor 100 Jahren Herausforderungen für Sicherheit und Frieden heute und morgen erkannt und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. So kam die Rolle von Krieg im 21. Jahrhundert, das Friedenspotential der Religionen, aber auch die Problematik scheinbar religiös motivierter Gewalt in aktuellen Konflikten zur Sprache. Die Situation von Armeniern und Kurden in der heutigen Türkei wurde ebenso thematisiert wie die aktuelle Situation in Bosnien-Herzegowina. Es wurde die Frage gestellt, wie verschiedene Religionsgemeinschaften heute ihre Rolle im Ersten Weltkrieg sehen bzw. wie es um die Erfahrungsverarbeitung und Erinnerungskultur in Gesellschaft, Kirche und Militär heute bestellt ist.
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Lessons not learned? Erfahrungsverarbeitung nach dem Ersten Weltkrieg
von Christian Wagnsonner   
Donnerstag, 13. November 2014
Vor kurzem wurde im Internet eine Fotoserie veröffentlicht, die von der Organisation Islamischer Staat stammt und einen Bagger zeigt, der eine Aufschüttung an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak durchbricht. Der Titel – „Die Zerstörung von Sykes-Picot“ – bezog sich auf ein geheimes Abkommen, in dem sich Briten und Franzosen noch vor Ende des Krieges und vor dem Zerfall des Osmanischen Reichs mehr oder weniger den Nahen Osten untereinander aufteilten, ohne den Willen der betroffenen Bevölkerung dabei zu berücksichtigen. Die Gebiete sind längst keine Kolonien mehr, viele der damals willkürlich festgelegten Grenzen bestehen aber bis  heute, betonte Dr. Felix Schneider vom Institut für Strategie und Sicherheitspolitik der Landesverteidigungsakademie auf der achten und vorletzten Veranstaltung der Reihe „1914-Frieden-2014“ des Instituts für Religion und Frieden und des Friede-Instituts für Dialog am 11. November 2014 im Club Stephansplatz 4.
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