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Antonius und die Einsamkeit – Bilder einer Versuchung PDF Drucken E-Mail
von Christian Wagnsonner   
Freitag, 18. April 2014

Vom 9. Februar bis 18. Mai 2008 fand im Bucerius Kunst Forum in Hamburg eine Ausstellung mit 70 Gemälden, Zeichnungen, Radierungen oder illustrierten Büchern statt, die die sog. „Versuchung des heiligen Antonius“ thematisieren. Der Zeitraum, in dem diese Werke entstanden sind, reicht vom 13. Jahrhundert bis 1945. Antonius ist jener christliche Heilige, der bildnerische Künstler bis ins 20. Jahrhundert offenbar am meisten fasziniert hat. Antonius-Darstellungen sind von so bedeutenden Malern wie Albrecht Dürer und Hieronymus Bosch, Paul Cezanne und Salvador Dali erhalten. Anhand einiger dieser Darstellungen und der ausgezeichneten Dokumentation und Analysen im von Ortrud Westheider und Michael Philipp herausgegebenen Ausstellungsband „Schrecken und Lust. Die Versuchung des heiligen Antonius von Hieronymus Bosch bis Max Ernst“ versucht dieser Artikel der Faszination der Antonius-Thematik nachzugehen.
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Abschreckung als Ausbildungsziel bzw. Ausbildungsmethode im Ethikunterricht? PDF Drucken E-Mail
von Christian Wagnsonner   
Mittwoch, 16. Jänner 2013

1. In den Curricula für Ethikunterrichte an der HUAk ist Abschreckung weder als Unterrichtsmethode noch als Unterrichtsziel oder Unterrichtsinhalt vorgesehen. Allerdings widmete sich das Berufsethische Fortbildungsseminar 2012, das in dieser Publikation dokumentiert wird, drei Tage ausführlich und ausschließlich dem Thema Abschreckung. Ausgehend von der Kubakrise vor 50 Jahren 1962 wurde dabei auf aktuelle sicherheitspolitische Fragen eingegangen (Iran-Krise, Abschreckung in den Sicherheitsdoktrinen ausgewählter Staaten), das Konzept Friedenssicherung bzw. Kriegsverhütung durch Abschreckung aus der Zeit des Kalten Kriegs einer ethischen Beurteilung unterzogen, aber auch der Frage nach der Bedeutung von Abschreckung in der Rechtsprechung und im militärischen Dienstbetrieb heute nachgegangen.
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Einführung: Abschreckung in der Pädagogik PDF Drucken E-Mail
Freitag, 28. Dezember 2012

Erziehung und Abschreckung

 

Wenn man von Erziehung spricht so geht man davon aus, dass diese grundsätzlich auf ein Ziel ausgerichtet ist, welches durch eine bestimmte erzieherische Haltung bzw. einen Erziehungsstil erreicht werden soll. Obwohl sich diese Erziehungsstile voneinander in Methoden und Zielsetzungen unterscheiden, sind jedoch alle zielgerichtet. In dem Wort „Erziehung“ ist der Begriff „ziehen“ enthalten, die zu erziehende Person soll also in diesem Sinne in die gewünschte Richtung „gezogen“ werden. Dies setzt also voraus, dass Erziehung auch immer eine hierarchische Komponente beinhaltet. Es besteht ein Machtgefälle zwischen der Person die auf ein bestimmtes Ziel hin „er-zieht“ und der Person, die „er-zogen“ wird.

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Legitimation des Tötens – Die Riten des Übergangs zum Soldaten/Soldatin PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. Mai 2012

Ziel dieses Artikels ist es den rituellen Rahmen zu beschreiben, welcher Gewaltausübung bzw. das Töten durch Soldaten/Soldatinnen sozial legitimiert und dadurch in dieser Form möglich macht. Dabei wird im Speziellen auf die Kategorie der Übergangsriten näher eingegangen und ihre Bedeutung für die Transformation eines Zivilisten/einer Zivilistin in einen Soldaten/eine Soldatin dargestellt. Anschließend werden auch andere Kategorien von Riten im Leben des Soldaten/der Soldatin aufgezeigt, da diese bei der Festigung des Gemeinschaftsgefühls und der damit verbundenen Rolle in der Gemeinschaft und Gesellschaft von Bedeutung sind. Abschließend wird die Kategorie der Wiedereingliederungsriten behandelt, welche den Soldaten/die Soldatin symbolisch wieder in einen Zivilisten/eine Zivilistin verwandeln und damit aus dem Bereich der legitimierten Gewaltausübung herausheben.
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Sicherheitsstrategien im EU-Raum: Aktuelle Tendenzen PDF Drucken E-Mail
von Regina Kaiser   
Freitag, 23. Dezember 2011

Begriffsklärung

„Das Streben nach Sicherheit ist eine universale menschliche Eigenschaft, d. h. es lassen sich immer und überall menschliche Verhaltensweisen finden, als deren adäquate Interpretation ein »Streben nach Sicherheit« anzusehen ist.“[1]

Der Mensch strebt nach Sicherheit, er sucht sein Leben abzusichern. Doch was ist mit Sicherheit gemeint? Die Sicherheit, nicht von jemandem beraubt, verletzt oder gar ermordet zu werden? Die Sicherheit, nicht Hunger oder Durst leiden zu müssen? Die Sicherheit, ein Dach über dem Kopf zu haben und im Winter nicht frieren zu müssen? Die Sicherheit, ein Mindestmaß an Ausbildung zu erhalten? Die Sicherheit, bei Krankheit medizinische Versorgung zu erhalten? Oder die Sicherheit, dass das Auto bei 50 km/h in der Kurve nicht umfällt? Es gibt folglich unterschiedliche Arten von Sicherheit: individuelle oder physische Sicherheit, soziale oder ökonomische Sicherheit, öffentliche Sicherheit, technische Sicherheit, um nur einige zu nennen.

Doch was bedeutet das Wort Sicherheit? Mit den Worten von Mayer, Frei und Gaupp kann Sicherheit als ein „Zustand der Abwesenheit von Gefahr [bzw.] ein Zustand des Geschütztseins von Gefahr“[2] definiert werden und „handelt vom Bestand von Werthaftem in der Zeit“[3]. Wird von Sicherheit gesprochen, steht folglich immer ein Subjekt bzw. Objekt im Mittelpunkt des Interesses, dessen Sicherheit gewährleistet werden soll. Zugleich wird auf mögliche Gefahrenquellen sowie einen gewissen Zeitraum verwiesen.

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