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Institut für Religion und Frieden

Institutsleiter
Ordinariatskanzler Bischofsvikar Msgr. Dr. Werner Freistetter

Wissenschaftliche Mitarbeiter
Dr. Gerhard Marchl (stellvertretender Leiter)
Mag. Diana Carmen Albu-Lisson
Mag. Gerhard Dabringer
Mag. Christian Wagnsonner

Fasangartengasse 101, Objekt 7
A - 1130 Wien
Tel: +43/01/512 32 57
FAX.: +43/ 01/ 512 32 57 - 29

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>>Lageplan<<

 


Viele Menschen stellen sich heute die Frage, wie mehr Friede und Gerechtigkeit in unserer Welt verwirklicht und gesichert werden kann. Seit dem Ende des Kalten Krieges stehen wir vor neuen, oft sehr beunruhigenden Herausforderungen. Es wird immer deutlicher, dass den aktuellen Gefährdungen des Friedens (u. a. ethnische Konflikte, organisierte Kriminalität, Terrorismus) nur in solidarischer internationaler Zusammenarbeit sinnvoll begegnet werden kann: auf politischer, wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und nicht zuletzt religiöser Ebene, im Einsatz für gerechte Lebensbedingungen für alle Menschen.

Auch Österreich kann sich diesen Fragen nicht entziehen. Im Rahmen der UNO und anderer internationalen Organisationen, vor allem aber als Mitglied der EU, beteiligt sich unser Land schon heute am solidarischen Einsatz für den Frieden, auch auf militärischer Ebene.

Das 2. Vatikanische Konzil formuliert die Verantwortung des Soldaten für den Frieden auf der Welt sehr deutlich: „Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht, betrachte sich als Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker. Indem er diese Aufgabe recht erfüllt, trägt er wahrhaft zur Festigung des Friedens bei" (Gaudium et spes, 79).

Die neuen Aufgaben im Dienst an Sicherheit und Frieden erfordern die Besinnung auf jene grundlegenden ethischen Werte und Normen, denen Soldaten in rechtsstaatlichen Demokratien, vom Völkerrecht her und nach ihrem eigenen Selbstverständnis, verpflichtet sind.  


Das Institut

Das Institut für Religion und Frieden ist eine Einrichtung des Militärordinariats der Republik Österreich. Es wurde 1997 von Militärbischof Mag. Christian Werner gegründet, um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den aktuellen sicherheitspolitischen Veränderungen im Licht der kirchlichen Soziallehre zu fördern.

Zum Leiter des Instituts wurde Msgr. Dr. Werner Freistetter bestellt. Der Sohn eines hochrangigen österreichischen Offiziers hatte nach Studien in Wien und Rom und pastoraler Tätigkeit in Wiener Pfarren am Institut für Ethik und Sozialwissenschaften der Universität Wien und am Päpstlichen Rat für die Kultur in Rom gearbeitet, dem er heute noch als Konsultor angehört. Freistetter war Mitglied der Vertretung des Hl. Stuhls bei der OSZE, und ist geistlicher Assistent der Internationalen katholischen Soldatenorganisation AMI.

2006 ernannte ihn Militärbischof Mag. Werner zum Bischofsvikar für Wissenschaft und Forschung, theologische Grundsatzfragen und internationale Beziehungen.


Aufgaben des Instituts
  • wissenschaftliche Auseinandersetzung mit militärethischen Fragestellungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • Beitrag zur Berufsethischen Bildung (BeB) im ÖBH
  • Publikation von einführenden Artikeln und Materialien
  • Erwachsenenbildung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Dokumentation
  • Datenbank „Dokumente christlicher Kirchen zu Frieden und Sicherheit" (DFS)
  • Kooperation mit wissenschaftlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Institutionen
  • ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit
  • Beratung des Militärbischofs und der Militärpfarrer


Enquete

Das Institut veranstaltet jedes Jahr eine 2tägige internationale Enquete mit Vorträgen und Diskussionen zu einem ausgewählten Thema aus den Bereichen Militärseelsorge und Ethik des Soldaten. Besonders wertvoll ist dabei die Zusammenarbeit mit den neu errichteten oder im Aufbau befindlichen Militärordinariaten in unseren Nachbarstaaten, die in Zukunft noch weiter ausgebaut und intensiviert werden soll.

Ethica und Internet

Die beiden wichtigsten Informationsmedien des Instituts sind die Zeitschrift Ethica und die Webpage http://www.irf.ac.at. In Ethica werden jeweils die Dokumentation der Enquete, die kommentierte Weltfriedensbotschaft des Papstes, wissenschaftliche Beiträge und kirchliche Dokumente zu einem aktuellen Thema veröffentlicht. Auf der Webpage finden sich Texte der Mitarbeiter des Instituts, Unterrichtsmaterialien und Präsentationen, weiterführende Links und eine umfangreiche Sammlung kirchlicher Dokumente.

Dokumente zu Frieden und Sicherheit

Die Sammlung „Dokumente zu Frieden und Sicherheit" (DFS) umfasst mittlerweile über 1700 Stellungnahmen christlicher Kirchen seit 1989 zu den Themen Friedensethik, Ethik des Soldaten, militärische Interventionen und internationale Friedensordnung. Auf der Internetseite des Instituts können die Dokumente im Volltext abgerufen werden. Vielfältige Suchmöglichkeiten – nach Thema, Institution, Autor, Titel, freie Suche im Text – erleichtern das rasche Auffinden der gewünschten Quellen. Seit 2005 steht auch eine englische Benutzerführung zur Verfügung.