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Institut für Religion und Frieden

Mariahilferstraße 24
1070 Wien

Tel: +43/ 50201 1068040
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ImageViele Menschen stellen sich heute die Frage, wie mehr Friede und Gerechtigkeit in unserer Welt verwirklicht und gesichert werden kann. Seit dem Ende des Kalten Krieges stehen wir vor neuen, oft sehr beunruhigenden Herausforderungen. Es wird immer deutlicher, dass den aktuellen Gefährdungen des Friedens (u. a. ethnische Konflikte, organisierte Kriminalität, Terrorismus) nur in solidarischer internationaler Zusammenarbeit sinnvoll begegnet werden kann: auf politischer, wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und nicht zuletzt religiöser Ebene, im Einsatz für gerechte Lebensbedingungen für alle Menschen.

Auch Österreich kann sich diesen Fragen nicht entziehen. Im Rahmen der UNO und anderer internationalen Organisationen, vor allem aber als Mitglied der EU, beteiligt sich unser Land schon heute am solidarischen Einsatz für den Frieden, auch auf militärischer Ebene.

Das 2. Vatikanische Konzil formuliert die Verantwortung des Soldaten für den Frieden auf der Welt sehr deutlich: „Wer als Soldat im Dienst des Vaterlandes steht, betrachte sich als Diener der Sicherheit und Freiheit der Völker. Indem er diese Aufgabe recht erfüllt, trägt er wahrhaft zur Festigung des Friedens bei" (Gaudium et spes, 79).

Die neuen Aufgaben im Dienst an Sicherheit und Frieden erfordern die Besinnung auf jene grundlegenden ethischen Werte und Normen, denen Soldaten in rechtsstaatlichen Demokratien, vom Völkerrecht her und nach ihrem eigenen Selbstverständnis, verpflichtet sind.  


Das Institut

Das Institut für Religion und Frieden ist eine Einrichtung des Militärordinariats der Republik Österreich. Es wurde 1997 von Militärbischof Mag. Christian Werner gegründet, um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den aktuellen sicherheitspolitischen Veränderungen im Licht der kirchlichen Soziallehre zu fördern. Von 1997 bis zu seiner Ernennung zum Militärbischof 2015 leitete Msgr. Dr. Werner Freistetter das Institut. Militärbischof Dr. Freistetter ernannte 2015 MilOKurat MMag. Stefan Gugerel zu seinem Nachfolger als Leiter des Institutes. Gugerel, 1979 in Lilienfeld geboren, absolvierte das Studium der Katholischen Theologie und Religionspädagogik in Wien, Linz und St. Pölten und war 1997 bis 2003 Augustiner Chorherr im Stift Herzogenburg. Nach seinem Grundwehrdienst in Allentsteig und Wien wurde er 2006 zum Diakon und zum Priester der Militärdiözese geweiht und war seit 2007 Militärpfarrer beim Militärkommando Oberösterreich sowie von 2009 bis 2015 Militärpfarrer an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns.

Aufgaben des Instituts
  • wissenschaftliche Auseinandersetzung mit militärethischen Fragestellungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • Beitrag zur Berufsethischen Bildung (BeB) im ÖBH
  • Publikation von einführenden Artikeln und Materialien
  • Erwachsenenbildung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Dokumentation
  • Datenbank „Dokumente christlicher Kirchen zu Frieden und Sicherheit" (DFS)
  • Kooperation mit wissenschaftlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Institutionen
  • ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit
  • Beratung des Militärbischofs und der Militärpfarrer