St.Petersburg-Exkursion PDF Drucken E-Mail
von Stefan Gugerel   
Sonntag, 29. Oktober 2017

Das Institut für Religion und Frieden führte von 23.-27. Oktober 2017 eine Exkursion nach St. Petersburg durch. Den 20 Teilnehmerinnen sollte im Gedenkjahr 2017 die Rolle von Soldaten, ihre ethischen Motive und die Folgen ihres Handelns während des doppelten Revolutionsjahres 1917 vor Augen gestellt werden.

Um die Hintergründe der Februarrevolution verstehen zu können, stimmten Besuche in den Repräsentationsbauten der Zarenregierung (Peter-und-Pauls-Festung, Katharinenpalast, Winterpalais, Russisches Museum) auf die bewegte Geschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Russland ein. Das Marinemuseum schlug die Brücke zum Kanonenkreuzer Aurora, dessen Startschuss schließlich die Oktoberrevolution in St. Petersburg eröffnete.

Besonders das Museum der politischen Geschichte präsentierte das sehr vielschichtige und ambivalente Bild von Zeitzeugnissen jeder an den beiden Revolutionen beteiligten Seite.

Die religiöse Dimension Petersburgs wurde an den orthodoxen Kirchen der Isaakskathedrale und der Kasaner-Kahedrale, sowie im Smolny-Kloster deutlich; doch auch die Armenisch-Apostolische Kirche, die Katholische Kirche und die Protestantische Kirche zeigten neben der Großen Moschee die staatlich tolerierte Vielfalt an Bekenntnissen.

Um viele Erfahrungen - auch russischer Gastfreundschaft und Disziplin - reicher, kehrten die zwanzig Ressortangehörigen nach Österreich zurück, bedenkend, welche Rolle Soldaten bei politischen Umbrüchen zum Schutz und zum Sturz der jeweiligen Regierungen spielen können; Rollen, die letztlich auf der Gewissensentscheidung des einzelnen zu Gehorsam oder Aufstand aufruhen.