Kirchliche Dokumente zu Friede und SicherheitÜber die Dokumentsammlung zu Friede und Sicherheit des Institut für Religion und Frieden sind Dokumente von Kirchen und kirchlicher Institutionen im Volltext in mehreren Sprachen abrufbar. Derzeit in der Datenbank enthaltene Dokumente: 1823. |


Der deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung hat zu Beginn dieses Jahres den Lebenskundlichen Unterricht (LKU) neu geregelt. Aus diesem Anlass luden evangelische und katholische Militärseelsorge am 5. März 2009 zu einem Studientag über "Ethische Bildung in den Streitkräften. Konzepte - Inhalte - Methoden" ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Berlin. Seitens der österreichischen Militärseelsorge nahmen Militärkurat MMag. Stefan Gugerel und Mag. Christian Wagnsonner als Vertreter des IRF an der Tagung teil.
Das diesjährige Fortbildungsseminar für Milizseelsorger fand vom 16. bis 20. Februar 2009 am Institut für Höhere Militärische Führung an der Landesverteidigungsakademie statt. Geleitet wurde es wieder von Bischofsvikar Dr. Werner Freistetter, dem Leiter des Instituts für Religion und Frieden. Neben "Updates" zu grundlegenden militärischen, ethischen und pastoralen Fragen (Streitkräfteentwicklung, Einsätze des ÖBH, ESVP, Soldatenbild) wurde ein besonderer Schwerpunkt auf psychologische Einsatzbetreuung, Critical Incident Stress Management und ethische Implikationen aktueller Entwicklungen gelegt: Aufstieg privater Militärfirmen in den letzten beiden Jahrzehnten, militärische Robotik und Kindersoldaten. Eine Exkursion führte nach Götzendorf zum Zentrum Einsatzvorbereitung, wo der stellvertretende Kommandant Obstlt Wolf Rahmenbedingungen, Arbeitsabläufe und Herausforderungen vorstellte.
Am 13. Jänner 2009 lud Militärbischof Christian Werner zu einem Abend in der Landesverteidigungsakademie in Wien, der ganz dem Internationalen Jahr der Astronomie und den Aktivitäten der Militärseelsorge in diesem Rahmen gewidmet war. Der Einladung folgten rund 80 Vertreter des Bundesheers, der Militärseelsorge, der Ökumene und der Wissenschaft. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie ausgerufen. Vor 400 Jahren veröffentlichte Johannes Kepler sein Buch „Astronomia nova", und Galileo Galilei richtete das eben erfundene Fernrohr in den Himmel und leitete damit eine Revolution in der Astronomie ein.